- Die Werkstätte Goldau der
DFB, integriert in die Tafag AG und zuständig ua. für die Wartung und
Bereitstellung von thermisch betriebenen Triebfahrzeugen, soll zur Entlastung
des DFB-Budgets in Eigenregie eine stangengetriebene, zweiachsige
Adhäsions-Diesellok gebaut haben. Diese Lok soll der DFB vorerst vermietet
und als Triebfahrzeug für den Tunnelbauzug im Scheiteltunnel zum Einsatz
kommen.
- Die Wagenwerkstatt Liestal wird
per Ende März 1995 aufgehoben. Die Einstellung erfolgt ersatzlos, da der
erforderliche Fahrzeugstamm erst mal vorhanden ist und die nächsten
wiederaufzubauenden Vierachserwagen (ex Brünig) in Holzbauart wohl in der
für diese Zwecke schon bewährten Werkstätte
Deisswil/Zollbrück entstehen sollen.
Weiter ist die neu in Aarau
aufgegangene Werkstatt für Anpassungsarbeiten an bestehenden Fahrzeugen
und Umbauten offensichtlich gerüstet. Beide Werkstätten sind
südlich der Jurakette gelegen und näher am Geschehen. Die
Mitropa-Speisewagen müssten wohl mit dem erforderlichen Mehraufwand durch
Dritte aufgearbeitet werden.
- Mit einer Sammelaktion hat
damals vor einigen Jahren die Fluggesellschaft Crossair bei ihren
Aktionären und Flugpassagieren über CHF 70'000.-- für die
Innenausstatung eines zu den Mitropa-Speisewagen passenden Cafeteriawagens
organisiert und der DFB übergeben. Der Wagen wäre nötig zur
Bereitstellung der Infrastruktur wie: WC, Garderobe, Energieversorgung, die in
den Speisewagen nicht vorhanden ist. Obwohl sich eine (selbsternannte)
Projektgruppe intensiv mit dem Projekt beschäftigt hat und ein
potentieller Sponsor aus der Branche für eine Küchenanlage vorhanden
war, ist das Geld wohl in anderen Kanälen des Wagenbaus versickert, wie
auch die Projektgruppe, die sich demotiviert aufgelöst hat. Das für
den Wagen vorgesehene Untergestell (ex RhB D2) soll in den Tunnelbauzug
integriert worden sein. Crossair Chef Moritz Suter fragt nun nach dem Verbleib
des Cafeteriawagens...
- Ein vom DFB-Verwaltungsrat
zweimal bewilligter zweiachsiger Neubau-BD in Stahlbauweise (wie der Barwagen),
ist noch immer nicht im Bau. Grund ist das fehlende Untergestell. Durch den
verschiedentlichen Wechsel an der Zf-Spitze sind entsprechende Untergestelle
verschrottet worden, auch wurden weitere Anschaffungen von Zweiachsfahrzeugen
aus dem Programm gekippt. Aufgrund der damals praktizierten, gleichzeitigen und
dadurch kostengünstigere Beschaffung von Bauteilen und Materialien sind
nun diverse Komponenten wie fabrikneue Sitze, Schiebetore, Stirntüren,
Bodenbelag, Isolation, Dachbleche und -Profile an Lager
Verfasser: Beat H.
Schweizer (bhs) Freigabe durch GL/VR: 16.10.95 |