- Die neue Einsteige-Station der
DFB in Realp soll zu Beginn der Saison '97 den Betrieb aufnehmen.
Noch sind
jedoch die Erstellung der Perronanlagen und die Anpassungsarbeiten anstehend.
Auf die Errichtung eines (baureif geplanten) Stationsgebäudes soll vorerst
aus raumplanerischen und finanziellen Gründen verzichtet
werden.
- Die in einem neu errichteten
Anbau der Station Furka untergebrachte Blocksicherungsanlage für den
Scheiteltunnel ist in der Endmontage. Nach der Installation der Signale kann
der teilweise schon ohne Einschränkungen durchfahrbare, 1874 Meter lange
Tunnel ab der Inbetriebnahme im Juni 1997 gesichert durchfahren werden.
Einziges Problem bietet die lange, 35 o/oo aufweisende Steigung vom Wallis ins
Urnerland, wo infolge der Rostbildung im feuchten Mikroklima. allenthalben
Adhäsionsprobleme auftreten.
- Jetzt wird auch im Wallis
ernsthaft gebaut. Nach der Beseitigung der behördlichen und finanziellen
Hindernisse in erspriesslicher Zusammenarbeit mit den Vetretern des Kantons
Wallis und des BAV sowie unter tatkräftiger Mithilfe der Region Goms, ist
der Bau der neuen Trassenabschnitte im Bereich Bahnübergang
Muttbach/Oberalpenstafel in vollem Gange. Talseitig der Strasse musste eine
lange Rampe mit Stützmauern erstellt werden, während bergseitig eine
Absenkung der bestehenden Trasse und die Beseitigung von Fels (Bauherr Kanton
Wallis) erfolgte. Es war ursprünglich vorgesehen die Strecke noch im
Spätherbst durchgegend bis Gletsch mit Bauzügen zu befahren.
Die sehr schlechten Wetterbedingungen im September und der frühe
Wintereinbruch in der ersten Oktoberwoche mit Schneefällen erwirkten einen
unaufholbaren Baurückstand. Trotzdem konnten alle Erdbewegungen oberhalb
und unterhalb des geplanten Bahnübergangs abgeschlossen werden. Oberhalb
der Strasse wurden zur Vermeidung von Geländeanschnitten und daraus
resultierenden wilden Wasserausbrüche (und nachfolgende Rüfen)
Trockenmauern erstellt, sowie mehrere Wasserrinnen eingelassen. Unterhalb der
Strasse ist die gesamte Trassenanpassung abgeschlossen und bereits wurden die
vorbereiteten Geleisjoche bis einige Meter zur Stasse hin verlegt.
- Der Bahnübergang erfordert
nebst den Zahnstangen-Ein- bzw. Ausfahrten zur zahnstangenlosen Querung der
Furka-Passstrasse, keine technischen Einrichtungen. Auf eine Blinklicht- oder
Barrierenanlage kann - bei Sicherung durch Bahnpersonal mit Signalflagge - nach
Ansicht der BAV-Verantwortlichen vorläufig verzichtet werden
(Verkürzung der Vernehmlassung). Die erforderlichen Kabeltrassen werden
eingebaut und die Schrankenanlage ist bei der DFB vorhanden, sodass wohl ein
späterer Einbau zur Vereinfachung des Bahnbetriebs angestrebt
wird.
Verfasser: Beat H.
Schweizer (bhs) Freigabe durch GL/VR: 14.10.96 |