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DFB Dampfbahn Furka-Bergstrecke AG
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Bericht 3 (11.10.96)
  • Die neue Einsteige-Station der DFB in Realp soll zu Beginn der Saison '97 den Betrieb aufnehmen.
    Noch sind jedoch die Erstellung der Perronanlagen und die Anpassungsarbeiten anstehend. Auf die Errichtung eines (baureif geplanten) Stationsgebäudes soll vorerst aus raumplanerischen und finanziellen Gründen verzichtet werden.
  • Die in einem neu errichteten Anbau der Station Furka untergebrachte Blocksicherungsanlage für den Scheiteltunnel ist in der Endmontage. Nach der Installation der Signale kann der teilweise schon ohne Einschränkungen durchfahrbare, 1874 Meter lange Tunnel ab der Inbetriebnahme im Juni 1997 gesichert durchfahren werden. Einziges Problem bietet die lange, 35 o/oo aufweisende Steigung vom Wallis ins Urnerland, wo infolge der Rostbildung im feuchten Mikroklima. allenthalben Adhäsionsprobleme auftreten.
  • Jetzt wird auch im Wallis ernsthaft gebaut. Nach der Beseitigung der behördlichen und finanziellen Hindernisse in erspriesslicher Zusammenarbeit mit den Vetretern des Kantons Wallis und des BAV sowie unter tatkräftiger Mithilfe der Region Goms, ist der Bau der neuen Trassenabschnitte im Bereich Bahnübergang Muttbach/Oberalpenstafel in vollem Gange. Talseitig der Strasse musste eine lange Rampe mit Stützmauern erstellt werden, während bergseitig eine Absenkung der bestehenden Trasse und die Beseitigung von Fels (Bauherr Kanton Wallis) erfolgte. Es war ursprünglich vorgesehen die Strecke noch im Spätherbst durchgegend bis Gletsch mit Bauzügen zu befahren. Die sehr schlechten Wetterbedingungen im September und der frühe Wintereinbruch in der ersten Oktoberwoche mit Schneefällen erwirkten einen unaufholbaren Baurückstand. Trotzdem konnten alle Erdbewegungen oberhalb und unterhalb des geplanten Bahnübergangs abgeschlossen werden. Oberhalb der Strasse wurden zur Vermeidung von Geländeanschnitten und daraus resultierenden wilden Wasserausbrüche (und nachfolgende Rüfen) Trockenmauern erstellt, sowie mehrere Wasserrinnen eingelassen. Unterhalb der Strasse ist die gesamte Trassenanpassung abgeschlossen und bereits wurden die vorbereiteten Geleisjoche bis einige Meter zur Stasse hin verlegt.
  • Der Bahnübergang erfordert nebst den Zahnstangen-Ein- bzw. Ausfahrten zur zahnstangenlosen Querung der Furka-Passstrasse, keine technischen Einrichtungen. Auf eine Blinklicht- oder Barrierenanlage kann - bei Sicherung durch Bahnpersonal mit Signalflagge - nach Ansicht der BAV-Verantwortlichen vorläufig verzichtet werden (Verkürzung der Vernehmlassung). Die erforderlichen Kabeltrassen werden eingebaut und die Schrankenanlage ist bei der DFB vorhanden, sodass wohl ein späterer Einbau zur Vereinfachung des Bahnbetriebs angestrebt wird.

Verfasser: Beat H. Schweizer (bhs)
Freigabe durch GL/VR: 14.10.96
 
 
04.02.2012 DFB AG  /  www.furka-bergstrecke.ch/ger/media/chronik/a9601n.php