- Die ex FO-Draisine Dmh 61 hat im
vergangenen Herbst einen Achs- und Getriebeschaden erlitten. Nach der Demontage
des Fahrzeuges ist die Neukonstruktion der Antriebsachse in Angriff genommen
worden.
- Der Schaufellader, die
meistbeanspruchte Baumaschine zur Erdverschiebung, ist schon einige Zeit mit
einem leichten Motorschaden in Betrieb verblieben. Um grössere
Schäden oder gar einen Totalausfall des Antriebsaggregates zu vermeiden,
muss dieses generalüberholt werden.
- Die Peter-Schneeschleuder, das
kettengetriebene Ungetüm aus ehemaligen Armeebeständen, bewährt
sich einerseits. Andererseits ist der Betrieb sehr mühsam, da die
Voraussetzungen auf der Furka-Bergstrecke anderer Natur sind, als auf dem
ursprünglichen Einsatzgebiet auf Militärflugplatzen, also für
den Einsatz auf flachen, grossräumigen Raumstrecken (Flugplatz Airolo).
Die Fräswalze läuft zu schnell, es verstopfen gerne und oft die
Auswurfkamine. Abhilfe zum Einsatz auf steilen und schmalen Räumstrecken
kann durch die Verringerung der Drehzahl mittels Umbau des Kettengetriebes
geschaffen werden. Zudem wird so eine erhöhte Kraftnutzung erreicht. Die
Vorarbeiten sind im Gange.
- Die beiden ex RhB-Speisewagen,
die in der Klus bei Balsthal (über OeBB-Geleisen) abgestellt sind,
erweisen sich mit je über 20 Tonnen Betriebsgewicht zu schwer für
einen isolierten Einsatz auf der Furka-Bergstrecke, da insbesondere
vorläufig noch keine stärkeren Lokomotiven (HG 4/4) zur
Verfügung stehen. Der sehr kostenintensive Neuaufbau mit Anpassung an
neueste RhB- und FO-Normen zur Erlangung der Übergangsfähigkeit
(Drehgestelle mit Vmax min. 90 Kmh, UIC-Leitung 19-Pol,
Türverriegelungsvorrichtungen, Betrieb unter Fahrdraht und mit
Dampftraktion etc.) kann durch einen Weiterverkauf vermieden werden.
Interessenten sind vorhanden, es sind Gespräche im Gange.
- Die mit Aktionärsbrief von
Mitte Dezember ausgeschriebene Kapitalerhöhung zur Finanzierung der
dringend anstehenden Ausbauprojekte ist erfreulich angelaufen. Gerne wird
weiterer, ungebrochener Zuspruch erwartet. Der Spendenaufruf "Steine" hat
ebenfalls ein gutes Echo gefunden, es ist anzunehmen, dass er das erfreuliche
Niveau des Aufrufs von 1995 unter dem Titel "Ohne Kohle kein Dampf" erreichen
kann
- Die am 02. September 1996
vereinbarte Zusammenarbeit zwischen DFB und FO wird konkretisiert. Als erstes
sollen die Kommerziellen Dienste vom engeren Zusammengehen aufgrund eines
zwischenzeitlich abgeschlossenen Zusammenarbeitsvertrages profitieren. Die
Geschäfte des Reisedienstes werden zwischen der FO und DFB
koordiniert.
- Die VFB Sektion Bern hat mit
ihrer Wagenwerkstatt in Deisswil insofern Glück, dass diese erst per Mitte
Jahr geräumt werden muss. Zudem ist ein neues Lokal im Industriezentrum in
Kirchberg (Nähe Burgdorf) gefunden worden. Unter der Oberaufsicht der
Gemeindebehörden soll das vorgesehene Wagenprojekt C204 als
Arbeitsbeschaffungsprogramm mit 10 Arbeitsstellen demnächst aufgenommen
werden konnen. Nach diversen Rückschlagen ist den Kameraden ein solcher
Erfolg wahrlich zu gönnen!
Verfasser: Beat H.
Schweizer (bhs) Freigabe durch GL/VR: 30.01.97 |