- Die Furka-Oberalp Bahn (FO)
überlässt der DFB das Areal der neuen Einsteigestation Realp DFB
für einen symbolìschen Baurechtszins.
- Gemäss einer
öffentlichen Aussage des Verwaltungsratsvorsitzenden der FO, Carlo Dittli,
überlässt die FO der DFB die Dampflok HG 3/4 Nr. 4 und zwei alte
Personenwagen zur saisonalen Nutzung. Dazu muss sie zahnstangentauglich gemacht
werden. Die DFB wird die dazu nötige Instandstellung ausführen. Die
gegenseitigen Leistungen sollen angemessen verrechnet werden.
- Gemäss den oben
erwähnten Aussagen hat die FO im Sinn, die gesamte Furka-Bergstrecke, von
Realp bis Oberwald, mit allen Bauten und Gebäuden inklusive der
bestehenden Infrastruktur der DFB zu überlassen. Bisher war entsprechend
der bestehenden Verträge für die Strecke Gletsch bis Oberwald ein
Eigentumsvorbehalt einbedungen und die Anlagen nur im Baurecht an die DFB
vergeben worden.
- Das Sicherheitsdispositiv der
DFB erhält klarere Konturen: Die FO stellt die HGm 4/4 inklusive Rettungs-
und Hilfswagen zur Verfügung. Voraussetzung ist der Einbau der
entsprechnden Verbiundungsweiche zwischen DFB und FO.
- Ergänzung zu entsprechender
Meldung in Bericht 11: Die FO ist bereit, auf Kosten der DFB, im Bereiche des
Bahnhofs Realp und später des Bahnhofs Oberwald, Dienstanschlüsse
(Weichen mit Schlüsselverschluss) zu installieren.
- Die Finanzen sind im
gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld ein Hauptproblem. Um die vorgesehene
Instandstellung der alten Furka-Bergstrecke für die Betriebsaufnahme nach
Gletsch innert kürzester Frist zu erreichen, sind gesamthaft (inklusive
Einsteigestation Realp und Bahnhof Gletsch) CHF 4,2 Mio für den baulichen
Teil veranschlagt.
- Die Ankurbelung des Geldflusses
ist durch die Möglichkleit des Beizugs des Investitions-Hilfe-Gesetzes
(IHG) nicht einfacher, aber möglicher geworden. Die beizusteuernden
Leistungen verlangen ein Eigenkapital der DFB von mindestens CHF 1,4 Mio, sowie
Frondienstleistungen im gleichen Ausmass. Der Anteil von CHF 1,4 Mio ist
mittels Fremdfinanzierung (Bankkredite) aufzubringen, wobei hiefür seitens
des Bundes und der bteiligten Kantone Zinskostenbeiträge zugesichert
worden sind.
- Die vorgesehen Fremdfinanzierung
seitens der Banken wird im Sinne der Risikobetrachtung und der hohen
Ansprüche von hiezu bankseitig unverhältnismässig erhöhten
Sicherheitsgarantien erschwert. Es ist der DFB jedoch trotzalledem gelungen,
eine entsprechende Bankenunterstützung zu erhalten.
- Die Dampflok Nr. 1 ist
zwischenzeitlich mit 17 defekten Rauchgasrohren stillgestanden. In Meiningen
(Thüringen, D) wurden 25 Rohre hergestellt und dann von den Spezialisten
dieses Werkes nach Realp gebracht und dort eingebaut. Die Anstrengungen der
Schneeräumung waren wohl der Ausschlag für den "druchschlagenden"
Erfolg der Korrosion des heiklen, geschweissten Kessels. Geldmangel hin oder
her, die Installation der bereits seit mehreren Jahren beredeten externen
Aufheizanlage wird nun vordringlich (siehe auch Beitrag des Chef ZfW des
Geschäftsberichtes 1996).
- Die Lok Nr. 2 ist in Realp
überholt und neu lackiert worden.
- Die Diesellok ist
beschränkt wieder verfügbar, jedoch nur in Ahdhäsionsbetrieb.
Der Zahnradantrieb ist am 27.12.96 zur Revision ausgebaut worden (siehe News 8
vom 12.03.97).
- Die Dampfzüge im Goms
übers Wochenende vom 14./15. Juni 1997, mit GV DFB und Publikumsfahrten,
haben nebst einer Hochzeitsgesellschaft auch andere Gruppen befördert und
waren ein voller Erfolg.
Verfasser: Beat H.
Schweizer (bhs) Freigabe durch GL/VR: 19.06.97 |