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DFB Dampfbahn Furka-Bergstrecke AG
Postfach 141
CH-6490 Andermatt
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Bericht 12 (23.06.97)
  • Die Furka-Oberalp Bahn (FO) überlässt der DFB das Areal der neuen Einsteigestation Realp DFB für einen symbolìschen Baurechtszins.
  • Gemäss einer öffentlichen Aussage des Verwaltungsratsvorsitzenden der FO, Carlo Dittli, überlässt die FO der DFB die Dampflok HG 3/4 Nr. 4 und zwei alte Personenwagen zur saisonalen Nutzung. Dazu muss sie zahnstangentauglich gemacht werden. Die DFB wird die dazu nötige Instandstellung ausführen. Die gegenseitigen Leistungen sollen angemessen verrechnet werden.
  • Gemäss den oben erwähnten Aussagen hat die FO im Sinn, die gesamte Furka-Bergstrecke, von Realp bis Oberwald, mit allen Bauten und Gebäuden inklusive der bestehenden Infrastruktur der DFB zu überlassen. Bisher war entsprechend der bestehenden Verträge für die Strecke Gletsch bis Oberwald ein Eigentumsvorbehalt einbedungen und die Anlagen nur im Baurecht an die DFB vergeben worden.
  • Das Sicherheitsdispositiv der DFB erhält klarere Konturen: Die FO stellt die HGm 4/4 inklusive Rettungs- und Hilfswagen zur Verfügung. Voraussetzung ist der Einbau der entsprechnden Verbiundungsweiche zwischen DFB und FO.
  • Ergänzung zu entsprechender Meldung in Bericht 11: Die FO ist bereit, auf Kosten der DFB, im Bereiche des Bahnhofs Realp und später des Bahnhofs Oberwald, Dienstanschlüsse (Weichen mit Schlüsselverschluss) zu installieren.
  • Die Finanzen sind im gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld ein Hauptproblem. Um die vorgesehene Instandstellung der alten Furka-Bergstrecke für die Betriebsaufnahme nach Gletsch innert kürzester Frist zu erreichen, sind gesamthaft (inklusive Einsteigestation Realp und Bahnhof Gletsch) CHF 4,2 Mio für den baulichen Teil veranschlagt.
  • Die Ankurbelung des Geldflusses ist durch die Möglichkleit des Beizugs des Investitions-Hilfe-Gesetzes (IHG) nicht einfacher, aber möglicher geworden. Die beizusteuernden Leistungen verlangen ein Eigenkapital der DFB von mindestens CHF 1,4 Mio, sowie Frondienstleistungen im gleichen Ausmass. Der Anteil von CHF 1,4 Mio ist mittels Fremdfinanzierung (Bankkredite) aufzubringen, wobei hiefür seitens des Bundes und der bteiligten Kantone Zinskostenbeiträge zugesichert worden sind.
  • Die vorgesehen Fremdfinanzierung seitens der Banken wird im Sinne der Risikobetrachtung und der hohen Ansprüche von hiezu bankseitig unverhältnismässig erhöhten Sicherheitsgarantien erschwert. Es ist der DFB jedoch trotzalledem gelungen, eine entsprechende Bankenunterstützung zu erhalten.
  • Die Dampflok Nr. 1 ist zwischenzeitlich mit 17 defekten Rauchgasrohren stillgestanden. In Meiningen (Thüringen, D) wurden 25 Rohre hergestellt und dann von den Spezialisten dieses Werkes nach Realp gebracht und dort eingebaut. Die Anstrengungen der Schneeräumung waren wohl der Ausschlag für den "druchschlagenden" Erfolg der Korrosion des heiklen, geschweissten Kessels. Geldmangel hin oder her, die Installation der bereits seit mehreren Jahren beredeten externen Aufheizanlage wird nun vordringlich (siehe auch Beitrag des Chef ZfW des Geschäftsberichtes 1996).
  • Die Lok Nr. 2 ist in Realp überholt und neu lackiert worden.
  • Die Diesellok ist beschränkt wieder verfügbar, jedoch nur in Ahdhäsionsbetrieb. Der Zahnradantrieb ist am 27.12.96 zur Revision ausgebaut worden (siehe News 8 vom 12.03.97).
  • Die Dampfzüge im Goms übers Wochenende vom 14./15. Juni 1997, mit GV DFB und Publikumsfahrten, haben nebst einer Hochzeitsgesellschaft auch andere Gruppen befördert und waren ein voller Erfolg.

Verfasser: Beat H. Schweizer (bhs)
Freigabe durch GL/VR: 19.06.97
 
 
07.09.2010 DFB AG  /  www.furka-bergstrecke.ch/ger/media/chronik/a9706n.php