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DFB Dampfbahn Furka-Bergstrecke AG
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Bericht 14 (4.11.97)

Die Dampfbahn Furka-Bergstrecke besitzt auf der Walliser Seite wieder einen Bahnübergang

Neuer Bahnübergang (Geschichte)

In Muttbach wurde die Strasse mit Schiene und Zahnstange gekreuzt. Auf einer Strecke von rund 50 Metern wurde die Strasse entsprechend den Erfordernissen des Bahntrasses angepasst. Daraus erklärt sich die kurvige Linienführung an dieser Stelle. Eine Blinklichtanlage sicherte den Übergang und Fahrzeuge konnten jene Stelle nur im Schritttempo passieren. Für den eiligen Passfahrer mag dieser Zustand als Hindernis empfunden worden sein, weniger von jenen Reisenden, die die Alpenwelt geniessen wollten. Als der Bau des Furka-Basistunnels zur Realität wurde, blieb der Übergang Muttbach auf Zusehen hin bestehen. Indessen hatte die Sanierung der Furkastrasse bereits ihren Anfang genommen und der Kanton Wallis nahm sich unverzüglich nach der Betriebseinstellung diesem Nadelöhr an. Eine Begradigung im Bereich dieser Kreuzung war ohne grossen Aufwand möglich.

Mit dem Entfernen des Gleises und der Zahnstange sowie einer Korrektur des Strassenverlaufes konnte damals eine dringend notwendige Verbesserung für die Strassenbenützer erzielt werden. Die etwas später durchgeführte Begradigung wirkte sich auf den Verkehrsfluss günstig aus.

Viele Passfahrer, aber besonders jene, die das Projekt Furka-Bergstrecke verfolgten, mögen sich über die zukünftige Linienführung bei Muttbach Gedanken gemacht haben. Verständlich, denn bis 1996 endete das Gleis oberhalb der Strasse und ragte über die abgetragene Böschung hinaus.

Erste Planungen sahen vor, hier eine Unterführung zu bauen, um Strasse und Schiene getrennt zu führen. Die hohen Kosten dieses Projektes zwangen uns aber nach einer anderen Lösung zu suchen. Mit der neuen Variante, die Strasse niveaugleich, aber ohne Zahnstange zu queren, schien eine Lösung gefunden zu sein. Die an das neue Projekt gestellten Anforderungen konnten berücksichtigt werden und damit stand der langersehnten Realisierung nichts mehr im Weg.

Als 1995 Baumaschinen auffuhren, begann die Strassenkorrektur im Bereich der neuen Querung. Talseitig entstand eine neue Gewichtsmauer, die für das neue Bahn-Trasse notwendig ist. Gesamthaft wurde auf einer Länge von ca. 1400 Meter eine Absenkung bzw. Aufschüttung notwendig. Während oberhalb der Strasse lediglich 330 Meter abzusenken waren, musste unterhalb der Strasse eine Korrektur auf über 1100 Meter vorgenommen werden, indem das abgetragene Material verwendet wurde. Zudem konnte einer Rutschzone bergseits ausgewichen werden.

Es gilt nun am 04. September 1997 an der Furkastrasse im Bereich Muttbach die Leitschienenanlage einzubauen. Die entsprechenden Materialien wie Schienen, Schwellen mit Spezialbefestigungen, Befestigungen und Gummieinlagen sind bereit für den Einbau. Die Kosten für diesen neuen Niveauübergang betragen dank dem hohen Grad an Eigenleistung nur CHF 40'000.-- (nur Niveauübergang).

Ausgeführte bzw. weitere Arbeiten Muttbach-Gletsch

Bei der Sicherungsanlage im Scheiteltunnel Furka-Muttbach wurde mit der Werkprüfung, welche am 25. Juli 1997 abgeschlossen wurde, eine weitere bedeutende Etappe abgeschlossen. Es gilt nun noch die entsprechenden Aussenanlagen zu montieren.

Am 02. August 1997 wurde mit den Installationsarbeiten für die Gleismontage ab Muttbach begonnen. Bereits am 04. August 1997 konnte mit der Gleismontage gestartet werden. Heute ist bereits die ganze Länge montiert. Ausstehend sind aber noch Schotter-, Stopf- und Richtarbeiten. Zusammen mit der talseitigen Etappe sind noch ca. 100 m1 Gleis zu verlegen. Zugleich wurden auch umfangreiche Rodungsarbeiten im Gleistrasse ausgeführt.

Im Verlaufe des Sommers ist auch das sanierungsbedürftige Dach der Lokremise Gletsch mit einer neuen dauerhaften Dachhaut versehen worden.

Somit hat die DFB einmal mehr den Beweis erbracht, dass sie bestrebt ist, so bald wie möglich ins Wallis zu fahren.

Verlauf der Betriebssaison 1997

Die Betriebssaison geht langsam dem Ende zu. Schon heute darf man sagen, dass wir die gesteckten Ziele für 1997 erreicht haben, nämlich eine Steigerung der Fahrgäste bis zum heutigen Tag um 30 %. Dies entspricht einem Zuwachs von 6189 neuen Fahrgästen.

Der neue Rekord an Fahrgästen bei der Dampfbahn ist auf die Durchführung der Kinder Dampfparty, der Steigerung der Anzahl Gruppen-Ausflüge (vor allem Schweizer und Deutsche Gruppen) und die gezielten Verkaufsförderungsaktionen zurückzuführen.

Aus diesen Zahlen ist ersichtlich, dass unsere Zukunft im Gruppengeschäft bzw. bei gezielten Veranstaltungen liegt. Trotz neuem Rekord an Fahrgästen haben wir immer noch freie Kapazitäten auf unseren Zügen und sind natürlich froh, wenn Ausflüge zur Dampfbahn Furka-Bergstrecke organisiert werden.

Es wird nun künftig die Aufgaben aller Tourismusanbieter (in der Region und darüber hinaus) sein, die zur Verfügung stehenden Einrichtungen und Anlagen und dazu gehört auch die DFB, möglichst gut anzubieten und zu verkaufen. Auch für die DFB ist es ein Muss, künftig eine noch stärkere Zusammenarbeit in der Tourismusbranche anzustreben und sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen.


Verfasser:
GL/DFB
Bau/DFB
B&M/DFB
Hoffmann Hans/VFB

 
 
04.02.2012 DFB AG  /  www.furka-bergstrecke.ch/ger/media/chronik/a9708n.php