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DFB Dampfbahn Furka-Bergstrecke AG Postfach 141 CH-6490 Andermatt |
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+41 41 888 00 40 +41 848 000 144 |
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| Pressebericht November 1997 |
| Die Dampfbahn Furka-Bergstrecke benötigt weitere Dampflokomotiven für den Zugsbetrieb! |
Ein Schienentransport Realp - Chur Noch vor Anbruch der Dämmerung setzte sich am 28. Oktober 1997 die Komposition, bestehend aus der Dampflokomotive HG 3/4 Nr. 4 (FO), der Dampflokomotive HG 2/3 Nr. 6 Weisshorn"(DFB) und dem Wagen X 4911, welcher das benötigte Bestandteillager transportierte, gezogen von der Elektrischen Lok FO HGe 4/4 Nr. 103 Richtung Disentis bzw. Chur in Bewegung. Die Fahrt von Realp nach Andermatt und weiter nach Disentis verlief nach Plan. Das kleine Team, welches die Ueberfuhr begleitete und organisiert hatte, war auch Garant für einen reibungslosen Ablauf. In dichtem Nebel erreichte dieser Zug" Disentis, wo ein längerer Aufenthalt vorgesehen war. In Disentis wurde die Elektrische Lok FO HGe 4/4 Nr. 103 abgehängt und weiter ging die Fahrt um 11.25 Uhr mit eigener Kraft der Lok FO 4 und der Lok DFB 6 mit Wagen X 4911 nach Chur. Fünf Schmierhalte waren eingeplant und wurden vorgenommen. Einige Fotografen der DFB und der Berichterstatter begleiteten die Reise der Dampflokomotiven FO 4 und DFB 6. In Chur, unweit vom Abladeort hatte man eine geeignete Halle für die Revision gefunden, was auch die Notwendigkeit dieses Ausfluges" erklärt. Geschichte der HG 2/3 Nr. 6 «Weisshorn» Die Weisshorn DFB 6 stand während Jahren bei der Ems-Chemie als Rangierfahrzeug im Einsatz. Anschliessend kam sie nach Chur, wo sie während 23 Jahren vor dem Heroldschulhaus stand, ehe die ehemalige Lok der Visp-Zermatt Bahn (BVZ) von der Churer Schuljugend der Dampfbahn Furka-Bergstrecke geschenkt wurde. Eine Generalrevision wurde durchgeführt, bevor die Lok am 20. Oktober 1989 wieder auf der Bergstrecke zum Einsatz gelangte. Dass Maschinen des Jahrganges 1902 technisch gesehen heikel sind, braucht nicht besonders erwähnt zu werden. Jedenfalls ist eine Teilrevision nötig, damit sie im Juni 1998 wieder einsatzbereit ist. Die Kosten für die Teilrevision belaufen sich auf ca. CHF 100'000.-- (reine Materialleistung). Eine Schwesterlok, die Breithorn Nr. 7", steht bei der BVZ noch gelegentlich im Einsatz. Geschichte der Dampflok HG 3/4 Nr. 4 Die Furkabahn Brig-Furka-Disentis (BFD) bzw. ihre Nachfolgerin, die Furka-Oberalp-Bahn (FO) verfügte über insgesamt 10 Lokomotiven HG 3/4, die alle 1913/14 in den Werkstätten der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik Winterthur (SLM) gebaut wurden. Nach der Elektrifizierung 1941/42 blieben vier Maschinen zunächst als Reserve bei der FO, die anderen wurden ins Ausland verkauft. Heute existieren in der Schweiz nur noch zwei Original-FO-Dampflokomotiven, die Nr. 3 bei der Museumsbahn Blonay-Chamby und die Nr. 4 bei der Furka-Oberalp-Bahn. Die FO hatte 1947 vier Lokomotiven an Frankreich verkauft, die im damaligen Französisch-Indochina, dem heutigen Vietnam, eingesetzt worden sind. Die Dampflok HG 3/4 Nr. 4 der FO wurde nach der Elektrifizierung ausschliesslich für die jährlichen Abbau- und Aufbauarbeiten im Herbst und Frühling eingesetzt. Von 1956 bis 1959 war die Lok bei der RhB in Chur im Rangierdienst. In den sechziger Jahren verwendete man die Dampflok HG 3/4 Nr. 4 mit Vorliebe für Dampf-Extrazüge. 1972 wurde die Maschine schliesslich temporär" ausser Dienst gesetzt. Dies war möglich, weil inzwischen die beiden Diesel-Lokomotiven der FO die Nachfolge der Dampflokomotive HG 3/4 Nr. 4 angetreten hatten. Im Sommer 1978 wurde die Lok in Brig als Denkmal aufgestellt und war der Witterung ausgesetzt. Dies gar nicht zur Freude der Bahnfans. Die Oberwalliser Dampffreunde nahmen sich dem Kraftprotz an, verschoben ihn im Herbst 1978 nach Münster, wo die Lok abgestellt wurde und ihren Dornröschenschlaf hielt. Ab 1980 - 1990 gelang es den Oberwalliser Dampffreunden in beispielloser Arbeit die Lok wieder funktionstüchtig herzurichten, wenn auch nur für den Adhäsionsbetrieb. 1991 wurde die Lok erstmals nach ihrer Ruhepause wieder unter Dampf gesetzt und fuhr auf einer Teilstrecke der FO. 1997 (14. und 15. Juni) wurden Fahrten zwischen Oberwald und Reckingen mit Personenwagen der DFB von der Dampfbahn-Furka-Bergstrecke in Zusammenarbeit mit der Furka-Oberalp-Bahn und den Oberwalliser Dampffreunden organisiert. Für den Zugsbetrieb nach Gletsch sind weitere Zugpferde" unabdingbare Voraussetzung und mit der FO 4 wird eine neue Zugkraft vorhanden sein. Nach Plan dauert die Revision zirka zwei Jahre, bevor die Maschine in die angestammte Heimat zurückkehren wird. Die Revision wird ca. CHF 250'000.-- kosten (reine Materialleistung). Die Dampflok FO 4 wird leihweise (bleibt im Besitz der FO) an die DFB abgegeben. Die Dampfbahn Furka-Bergstrecke wäre natürlich sehr froh, wenn sie die Kosten für die Revisionen der Dampflokomotiven über Spenden bzw. Sponsoring auftreiben könnte. Interessenten sind herzlich willkommen und können mit der Dampfbahn Furka-Bergstrecke, Geschäftsleitung, Postfach 141, CH-6490 Andermatt in Kontakt treten.Verfasser: DFB / Hofmann / Zenklusen div. externe Bücher FO / DFB |
| 04.02.2012 DFB AG / www.furka-bergstrecke.ch/ger/media/chronik/a9711pm.php |


