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DFB Dampfbahn Furka-Bergstrecke AG Postfach 141 CH-6490 Andermatt |
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| Bericht 22 (im November 1998) |
Geschäftsleitung Das OK Gletsch 2000 hat seine ersten Sitzungen bereits abgehalten, um die Festlichkeiten für das Jahr 2000 zu organisieren. Dank den freiwilligen Mitarbeiter/innen und dem Arbeitslosenprojekt ergaben sich in den letzten Monaten sehr positive Kontakte zu Behörden und möglichen Sponsoren aus der ganzen Schweiz. Die Dampfbahn Furka-Bergstrecke wünscht, dass der Dienstweg eingehalten wird, d.h. dass man z.B. bei Problemen zuerst über den Dienstchef oder Abteilungsleiter der entsprechenden Abteilung geht, damit dieser falls notwendig, sich an die Geschäftsleitung wenden kann. Wir danken für die Mithilfe. Der bisherige Pächter des Hotel Galenstock und Hotel Kronen in Andermatt, Herr Peter Arnold hat eine neue Stelle angetreten. Aus diesem Grund wird der Vertrag zwischen der Dampfbahn Furka-Bergstrecke und der Restofer aufgelöst. Die Dampfbahn Furka-Bergstrecke wird sich nun nach einer geeigneten Lösung für das Jahr 1999 umsehen. Am Samstag, 21. November 1998 führte die Dampfbahn Furka-Bergstrecke in Realp zum ersten Mal eine Sitzung mit den ständigen Mitarbeiter/innen der Dampfbahn Furka-Bergstrecke durch. An dieser Sitzung nahmen auch die Verantwortlichen des AAM Projektes Furka teil. An dieser effizienten Sitzung hatte jeder Mitarbeiter/in die Gelegenheit, Fragen an die Geschäftsleitung bzw. die Verantwortlichen des AAM Projektes Furka zu stellen und allfällige Unklarheiten wurden versucht zu beheben. Eine zweite Sitzung mit den ständigen Mitarbeiter/innen der Dampfbahn Furka-Bergstrecke wird im Frühjahr wieder durchgeführt. Dies auch im Sinn einer verbesserten internen Kommunikation. Deshalb werden ab sofort die News auch den ständigen Mitarbeiter/innen zur Verfügung gestellt. Mit vereinten Kräften aller freiwilligen Mitarbeiter/innen DFB und den Mitarbeiter aus dem AAM Projekt ist es uns möglich, unser Ziel Gletsch im Jahr 2000 zu erreichen. |
Abteilung Infrastruktur und Logistik Vor Ende Oktober wurden die beiden Oelabscheider in Realp durch die Fachfirma geleert und der Inhalt entsorgt. Zugleich wurden alle Kanalisationsleitungen in Realp (um die Remise und in der Umgebung der DFB Station) gespült. Weiter wurde Alteisen (je ca. 14 Tonnen) per Lastwagen abtransportiert und schlussendlich wurden 6 Stück 200 Liter Fässer Altöl korrekt abtransportiert. Leider sind obige Dienste nicht alle gratis. Deshalb wird es notwendig sein, im Voranschlag 1999 eine gewisse Geldsumme für solche Tätigkeiten vorzunehmen, wobei diese vorwiegend nach Abschluss der Fahrsaison ausgeführt werden sollen. Die Wintermonate werden nun genutzt, um die Dienste der Abteilung Logistik und Infrastruktur genauer zu definieren. |
Abteilung Finanzen (FC) Der Schlussstand der Aktien Kapitalerhöhung 1998 beträgt CHF 550000.-- (91 %) von erforderlichen CHF 600000.--. Damit kann seit 1995 das beste Ergebnis einer Aktienkapitalerhöhung verzeichnet werden. Alljenen, welche eine Aktie gezeichnet haben, besten Dank. Auch 1999 wird wieder eine Aktien Kapitalerhöhung durchgeführt. Es werden Namenaktien von CHF 250.-- und CHF 400.-- zur Zeichnung aufliegen. Bei gleichem Erfolg wie 1998 und einer weiteren Sammelaktion Ziel Gletsch 2000 sollte die Einfahrt im Jahr 2000 gesichert sein. Für die Finanzierung der Verbindungsweiche DFB/FO in Realp sind bis anhin bereits CHF 72000.-- auf das Sammelkonto einbezahlt worden. Aufgrund des Briefes Vision Gletsch sind bis jetzt über CHF 125000.-- einbezahlt worden. Einzahlung auf das Konto der HG ¾ Nr. 4 beträgt zur Zeit CHF 20500.--. Bei allen werten Spendern möchten wir uns auf diesem Weg nochmals bedanken. |
Abteilung ZfW Planung Werkstätteerweiterung Realp. Es werden Alternativen zur ursprünglich geplanten Remiseerweiterung studiert. Mit der RhB wurden erneut Kontakte über eine mögliche Nutzung des Depots Sand in Chur (ehemalige Arosabahn) aufgenommen. |
Abteilung Bau In Realp wurden die Weichen 54/55 und das Gleis 7 im Herbst durchgehend isoliert und mit Rückleitern versehen. Damit konnten geplante Kriterien der Sicherungsanlage in Betrieb genommen werden. Die in den News 21 vorgestellten geplanten Spezialarbeiten im Scheiteltunnel (Tunnelmeter 0-100) wurden programmgemäss ausgeführt. Der Beginn des Winters bereitete den Arbeiten ein Ende. Nach der Einstellung der Sanierungsarbeiten mussten noch umfangreiche Deinstallationen in sehr kurzer Zeit ausgeführt werden. Sofern die Finanzierung gesichert ist, werden die Tunnel-Spezialarbeiten im Frühling 1999 weitergeführt. Durch eine Spezialfirma wurden in Realp PB und in der Station Furka im September zirka 40 Schienenschweissungen ausgeführt (elektrisches Verfahren - System Sécheron). In erster Linie wurden damit Mängel bei Profilübergängen und in Weichen behoben. Zwei der drei Weichen wurden noch Anfangs Oktober von Gletsch nach Muttbach-Belvédère transportiert, wo sie für den Einbau aufgelegt wurden. Die Transporte auf dem Schienenweg zwischen diesen beiden Stationen wurden oft von den in Ausführung begriffenen Strassenbauarbeiten oberhalb des Bahnkörpers behindert. Für die Wiederinbetriebnahme des Fernmelde-Streckenkabels Muttbach-Belvédère - Gletsch wurden einige Anstrengungen unternommen: Bestehende Kabelstrecken wurden ausgemessen und an Strecken-Kabelverteiler angeschlossen. Noch fehlen für die durchgehende Inbetriebnahme noch etwa zwei Kilometer, auf welchen erst die Grabarbeiten ausgeführt werden müssen. Durch einen Spezial-Effort aller Beteiligten konnte die Montage der Hauptgleise in Gletsch bis Ende der ersten Oktoberwoche praktisch beendet werden. Ausstehend sind noch Schotter-, Richt- und Stopfarbeiten. Dass unsere befahrbare Strecke länger geworden ist, zeigten die umfangreichen Rücktransporte, beginnend in Gletsch Richtung Realp. Am Samstag, den 10. Oktober 1998 befuhr der letzte Bauzug der Saison 1998 die Strecke Gletsch-Muttbach. Kurz vor Saisonende wurde beim westlichen Portal des Scheiteltunnels das neue Tunneltor im bereits im Sommer betonierten kastenförmigen Tunnelteil montiert. Damit lässt sich das Tunneltor zukünftig gegen innen öffnen, was die Schneeräumung bedeutend erleichtert. Bisher musste jedesmal ein grosser Teil des Tor-Schwenkbereichs von Hand geräumt oder eine kleine Schneefräse antransportiert werden. Nach dem Abschluss der Wintermassnahmen oberhalb der Station Tiefenbach wurde die Steffenbachbrücke programmgemäss am 16. Oktober 1998 in die Winterstellung gebracht. Obwohl kein Rekordversuch angesagt war (welches aus Sicherheitsüberlegungen niemals ein Thema ist), erfolgte die Demontage in einer neuen Bestzeit. In einer privaten Werkstätte ist die Konstruktion und die Verdrahtung der neuen Niederspannungs-Hauptverteilung für das Aufnahmegebäude Gletsch im Bau. Diese Arbeiten werden durch einen bestqualifizierten ehrenamtlichen Mitarbeiter mit Material zum Nulltarif ausgeführt. In den AAM-Werkstätten Amsteg und Goldau sind zur Zeit Arbeiten für die Elementproduktion (Kabelkanalisation Gletsch) und Schlosser-/Mechanikerarbeiten (Unterzugsbleche, Schotterkasten und K-Rippenplatten für C-Profil für die Weichen Gletsch und Muttbach) in Ausführung. Zusammenfassung Stundenaufwand 1998 für die Bauabteilung Geleistete
Arbeitsstunden
Zusammenfassung notwendiger Stundenaufwand 1999 für die Bauabteilung Geplante
Arbeitsstunden
Aus dieser Zusammenfassung ist ersichtlich, dass es für die Dampfbahn Furka-Bergstrecke von grösster Wichtigkeit ist, dass wir 1999 auf sämtliche zur Verfügung stehende Mitarbeiter DFB Bau, VFB und den Mitarbeitern aus dem Arbeitslosenprojekt AAM Furka zählen können, damit wir innerhalb der kurzen Bauzeit von 4 Monaten die gesteckten Ziele erreichen können und im Jahr 2000 nach Gletsch/Wallis fahren können.
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Abteilung Betrieb & Marketing An der letzten Geschäftsleitungssitzung konnte eine erste Fassung des Marketingkonzeptes 1999-2003 der Geschäftsleitung vorgelegt werden. Das Marketingkonzept wird jetzt in den nächsten Wochen nochmals angepasst, bevor die Abteilung Betrieb & Marketing das definitive Marketing-Konzept der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat zur Absegnung vorlegt. Sobald das Marketing-Konzept 1999-2003 abgesegnet ist, werden wir dieses Konzept den Sektionen des Vereins Furka-Bergstrecke zur Verfügung stellen. Am Samstag, 14. November 1998 fand in Darmstadt / Kranichstein das traditionelle Treffen der Deutschen Sektionen des Verein Furka-Bergstrecke statt. An diesem Treffen wurde an die Deutschen VFB Sektionen ein Marketing-Aktivitätenplan abgegeben, welcher auf den dortigen Markt abgestimmt ist, damit in Zukunft die Sektionen selbständig den Deutschen Markt für die Dampfbahn Furka-Bergstrecke bearbeiten können. Der Verwaltungsrat der Dampfbahn Furka-Bergstrecke hat an seiner letzten VR Sitzung vom 17. Oktober 1998 entschieden, inskünftig auf die Zusammenarbeit mit Herrn Wolfgang Schmidt im Bereich Marketing und Reisedienst zu verzichten. In einem Schreiben wurde dies Herrn Wolfgang Schmidt mitgeteilt und seine unumstrittene tolle Arbeit im Dienste der Dampfbahn Furka-Bergstrecke gewürdigt. In Zukunft werden deshalb wieder die Sektionen von sich aus tätig werden. Die Verkaufsförderungsaktionen mit den einzelnen Partnern brachten leider nicht den gewünschten Erfolg. Nur die Migros Genossenschaftsgutscheine wurden rege eingelöst. Dieses Jahr hatten wir bei den Verkaufsförderungsaktionen keinen Renner wie im letzten Jahr die AVIAMAT Gutscheine. Gegenüber dem letzten Jahr mussten wir dieses Jahr einen Rückgang der Fahrgäste in Kauf nehmen (1998=27844 Fahrgäste / 1997=36791 Fahrgäste). Einzig im Monat Juni war eine Frequenzzunahme zu verzeichnen. Während den restlichen Monaten mussten wir dagegen einen Frequenzrückgang hinnehmen, obwohl wir im Winterhalbjahr 1997/98 doppelt soviel Werbung für die Dampfbahn Furka-Bergstrecke betrieben haben. Wir haben versucht, die Gründe für diesen Frequenzrückgang herauszufinden. Unsere Antworten auf den Rückgang der Anzahl Fahrgäste sind folgende: Durch die Presse/Medien liessen wir verlauten, dass wir im Jahr 2000 nach Gletsch fahren möchten. Aus Gesprächen mit Kunden (Reisebüros, Touroperator, Veranstalter etc.) haben wir herausgehört, dass der Kunde wartet, bis die Dampfbahn Furka-Bergstrecke nach Gletsch fährt, bevor er wieder eine Reise zur Dampfbahn Furka-Bergstrecke unternimmt. Die wirtschaftliche Situation in Deutschland liess gegenüber dem Vorjahr mehrere Gruppen ausfallen (die gleiche Entwicklung ist dieses Jahr auch bei der FO eingetreten) und die Gruppe M+K Versand AG hat im Gegensatz zum letzten Jahr ein zu langes Programm ausgeschrieben, was einen Rückgang von ca. 2000 Fahrgästen bedeutete. Im weiteren war uns das Wetter im September und Oktober auch nicht bestens gesinnt. Zwei Mal war sogar Wintereinbruch in Realp. Im nächsten Jahr setzen wir alles daran, mit gezielten Veranstaltungen wie z.B. Kinder-Dampfpartys mit dem Junior Club SBB, div. Verkaufsaktionen mit globalen Firmen sowie Werbefahrten über 30000 Fahrgäste zu befördern. 1999 werden wir mit einem Partner ein Nostalgie-Angebot zusammen mit den RIGI-Bahnen und Brienz Rothorn Bahnen gestalten, um mit diesem Angebot zusätzliche Gruppen bzw. Einzelfahrgäste zur Dampfbahn zu bringen. Der Fahrplan / Preisliste wird wie bereits angekündigt zusätzlich in EURO erscheinen, damit für den Touroperator die Möglichkeit besteht, die Rechnung in EURO zu begleichen. Bei der Rechnungsstellung gilt der EURO Tageskurs. Da wir keine Gutscheine und Kontrollmarken mehr haben, müssen neue gedruckt werden. Wir haben uns für ein neues Erscheinungsbild entschlossen und hoffen, dass wir einen Sponsor zum Aufdruck auf der Rückseite finden werden. Jetzt, da wir kurz vor unserem Zwischenziel Gletsch/Wallis stehen, bitte ich Euch alle, nochmals alles daran zu setzen, dass wir auch wirklich im Jahr 2000 in Gletsch/Wallis offiziell mit Dampfzügen einfahren können. Ich bitte Euch, das Ziel Gletsch nicht aus den Augen zu lassen, diesem Ziel vorläufig alles unterzuordnen d.h. die eigenen Wünschen in den Hintergrund zu stellen, welche bei Erreichen des Ziels Gletsch, dank der zusätzlichen Einnahmequellen, einfacher realisiert werden können. Also Packen wirs an! Eine besinnliche Adventszeit und frohe Festtage wünschen der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der Dampfbahn Furka-Bergstrecke. |
| gl/news22/Pascal Zenklusen |
| 07.09.2010 DFB AG / www.furka-bergstrecke.ch/ger/media/chronik/a9807n.php |


