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DFB Dampfbahn Furka-Bergstrecke AG
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Pressebericht Juli 2002 / #1
Dampf am Furkapass
Auf der Furka-Bergstrecke wird wieder eingeheizt. Nach der Behebung von Lawinenschäden wurde der Sommerbetrieb der Dampfbahn am 22. Juni aufgenommen. Eine neu gegründete Stiftung soll nun auch die Finanzierung der Sanierungsarbeiten am seit 1981 stillgelegten Streckenabschnitt Gletsch-Oberwald ermöglichen.

Nach einem schneearmen Winter gab es im Frühjahr überraschend reichliche Schneefälle, die zu mehreren unerwarteten Lawinen-Niedergängen führten. So mussten noch wenige Wochen vor Betriebseröffnung grössere Schäden auf dem Walliser Streckenabschnitt behoben werden. Nur dank einem Grossaufgebot von Fronarbeitskräften und unter Mithilfe von Spezialisten des Eisenbahn Genie Bataillons 12 der Schweizer Armee konnten die beschädigten Schienen und Zahnstangen rechtzeitig vor Fahrplanbeginn ausgewechselt werden.
Am 28. Juni durfte die neuerstellte Drehscheibe in Gletsch in Betrieb genommen werden. Nun verfügt der schmucke Bahnhof am Fusse des Rhonegletschers wieder über alle betriebsnotwendigen Anlagen, die einen zuverlässigen Zugbetrieb ermöglichen.
Die Dampfzüge verkehren an Freitagen, Samstagen und Sonntagen bis 6. Oktober 2002. Von 15. Juli bis 25. August sind die Nostalgiekompositionen zwischen Realp und Gletsch täglich unterwegs. In den offenen Aussichtswagen können die Fahrgäste der Sommerhitze entfliehen. Speziell Familien bietet sich viel Spass und Abwechslung. Wer möchte nicht seinen Kindern einen Einblick in die altbewährte Technik des Schweizer Maschinen- und Schienenfahrzeugbaus ermöglichen? Mit attraktiven Gutscheinen können die Abenteuerfahrten am Furkapass auch an Angehörige verschenkt werden.
Inzwischen hat auch die Sanierung der noch stillgelegten Strecke Gletsch-Oberwald begonnen: Auf dem während den Sommermonaten 2001 erstellten Erddamm beim Kehrtunnel Gletsch baute die obenerwähnte Militär-Einheit Mitte Juni einen neuen Schienenabschnitt. Damit ist der letzte Gleiszusammenschluss auf der Furka-Bergstrecke endlich Tatsache geworden. Für die nun anstehende Wiederaufarbeitung der fast 5 km langen Verbindung Gletsch-Oberwald und den Neubau der Bahnhofeinführung in Oberwald müssen noch rund 3,5 Mio. CHF aufgebracht werden. Dazu wurde am 20. Juni eine Stiftung mit Sitz in Obergesteln gegründet. Der Stiftungsrat wird von Dr. Odilo Guntern (Brig) präsidiert. Über diese eigenständige Institution wollen die Initianten einen symbolischen Verkauf von "Schienen pro Meter" organisieren und dazu attraktive Anteilscheine ausgeben.

Copyright: DFB/Ms. -- 04.07.2002
 
 
04.02.2012 DFB AG  /  www.furka-bergstrecke.ch/ger/media/chronik/b0201pm.php