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DFB Dampfbahn Furka-Bergstrecke AG
Postfach 141
CH-6490 Andermatt
+41 41 888 00 40
+41  848 000 144

 
Das Gletschervorfeld - ein Gebiet von nationaler Bedeutung
Das Eis schmilzt zurück, neue Lebensräume entstehen
Moränen: vom Gletscher abgelagert, von Pflanzen langsam besiedelt
Nichts widersteht der Kraft des wilden Wassers
Vegetationsmosaik: kleinräumige Anpassung an den Lebensraum
Feuchtgebiete: von der Wasserfläche zum wertvollen Flachmoor
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Vielleicht haben Sie soeben den Naturpfad Gletsch virtuell besucht.
Dort haben Sie auf Ihrem Spaziergang eine vielfältige Landschaft erlebt, wo sich der Bach austoben und seine Umgebung frei gestalten kann. Wie Sie selber gesehen haben, endet diese Freiheit des Rotten bereits neben dem Hotel. Aber auch in den anderen Bereichen des Gletschervorfeldes sind menschliche Eingriffe erkennbar. So ist die vorderste neuzeitliche Endmoräne von 1600 dem Bau der Furkabahn-Strecke zum Opfer gefallen. Die übermässige Beweidung durch das Vieh, eine intensive touristische Nutzung sowie der Bau von Wegen und Strassen bedrohen die vielfältige und zum Teil empfindliche Vegetation.
 
Das alles ist jedoch wenig im Vergleich zu anderen Gletschervorfeldern, die viel stärker belastet sind: Die einen wurden durch Stauseen überdeckt, bei anderen wurde den Bächen durch Verbauungen oder Wasserfassungen alle Kraft genommen, bei weiteren ist das Landschaftsbild durch touristische Anlagen empfindlich gestört, bei manchen sind ganze Moränen durch schonungslosen Kiesabbau verschwunden.

 
Vor so grossen Eingriffen ist das Vorfeld des Rhonegletschers verschont geblieben. Der Wert des Gebietes wurde von verschiedener Seite erkannt. Der Talboden von Gletsch ist ein Auengebiet von nationaler Bedeutung und ist seit 1992 im Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung aufgeführt. Auch bei den Aufnahmen zum gesamtschweizerischen Inventar der Gletschervorfelder und alpinen Schwemmebenen (IGLES) als Ergänzung des Aueninventars wurde das ganze Gletschervorfeld des Rhonegletschers 1998 von den Fachleuten als so wertvoll eingestuft, dass es bei der Bewertung die höchste Kategorie erreichte.
 

Bitte helfen auch Sie mit, diese alpine Auenlandschaft zu erhalten. Bleiben Sie auf den Wegen; besonders die Feuchtgebiete sind sehr empfindlich. Nehmen Sie tolle Erinnerungen, Fotos und Ihren Abfall wieder mit; lassen Sie die Pflanzen aber stehen. Wenn Sie Ihre Wanderung durch das Gletschervorfeld auf den hier beschriebenen Rundgang beschränken, ermöglichen Sie der wertvollen Tier- und Pflanzenwelt, sich im hinteren Teil des Talbodens ungestört zu entfalten.
Und -- geniessen Sie Ihren Spaziergang auch bei einem nächsten Besuch!
   

     
     

Gut zu lesen
 

Wer ist die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz?

Mehr über Gletschervorfelder und alpine Auenlandschaften sowie über das
Projekt IGLES erfahren Sie in der folgenden Broschüre:

Geo7; UNA: Bestand hat nur der Wandel -- Gletschervorfelder und alpine Schwemmebenen (herausgegeben vom Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft, BUWAL, Bern 1998).
Diese Broschüre kann gratis bestellt werden bei:
EDMZ, 3000 Bern (Bestellnummer: 310.715d).


Eine ausführliche Dokumentation zum Rhonegletscher mit vielen historischen Bildern finden Sie in:
Zumbühl, H.J.; Holzhauser, H.: Alpengletscher in der Kleinen Eiszeit
(Sonderheft des Schweizer Alpen-Clubs, 1988).
Erhältlich bei: SAC-Verlag, Postfach 134, 7004 Chur (Fr.25.--).

   
     

 
 
31.07.2010 DFB AG  /  www.furka-bergstrecke.ch/ger/region/glacier/naturpfad/info.php