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DFB Dampfbahn Furka-Bergstrecke AG
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Rundgang Naturpfad Gletsch - Station 1
Das Eis schmilzt zurück, neue Lebensräume entstehen
Moränen: vom Gletscher abgelagert, von Pflanzen langsam besiedelt
Nichts widersteht der Kraft des wilden Wassers
Vegetationsmosaik: kleinräumige Anpassung an den Lebensraum
Feuchtgebiete: von der Wasserfläche zum wertvollen Flachmoor
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Alpenrose (83kB)
Sie stehen am Rand des Gletschervorfeldes.
Vor 150 Jahren hätten Sie hier auch im Sommer die eiskalte Luft gespürt, die vom Gletscher herabströmte. Fast der ganze Talboden war damals noch von Eis bedeckt. Nach einer langen, relativ warmen Zeit setzte am Ende des Mittelalters eine kühlere Phase ein. Sie wird als Kleine Eiszeit bezeichnet und dauerte bis etwa 1850. Während dieser Zeit stiess der Rhonegletscher, wie viele andere Alpengletscher, mehrmals schubweise vor. Die Kleine Eiszeit war jedoch winzig im Vergleich mit den klassischen Eiszeiten, als grosse Teile der Schweiz vergletschert waren. Dies ist jedoch schon mehr als 10’000 Jahre her. Damals war der Rhonegletscher mit über 300 Kilometern Länge der grösste Gletscher der Alpen. Er gehört aber auch heute noch zu den grössten Gletschern der Schweiz.
 
Ziehen sich die Eismassen zurück, so hinterlassen sie eine kahle Landschaft, die jedoch rasch von ersten Pflanzen besiedelt wird. Die ehemalige Ausdehnung des Gletschers ist erkennbar an den zurückgelassenen Moränen und an der unterschiedlich alten Pflanzendecke. Wenn Sie Ihren Blick durch das Tal Richtung Gletscher schweifen lassen, dann können Sie die typische Vegetationsabfolge eines Gletschervorfeldes erkennen. Im Vordergrund ist die Pflanzendecke geschlossen. Sie sehen sogar Büsche und kleine Bäume. Schauen Sie jetzt Richtung Gletscher. Dort oben sehen Sie Schutt- und Felsflächen, auf welchen sich bislang kaum Pflanzen ansiedeln konnten. Der Gletscher hat dieses Gebiet erst vor kurzem verlassen.
 
Richten Sie Ihren Blick nun zum Furkapass. Die Vegetationsdecke wird über dem Talboden nicht ärmer und lückiger -- nein, sie erscheint Ihnen aufgrund der vielen Sträucher noch dichter als im Talboden. Diese Hänge waren seit Jahrhunderten, ja Jahrtausenden nicht mehr mit Gletschereis bedeckt.
 
  In der Nähe des zurückschmelzenden Gletschers ist der Boden noch kahl, nur zaghaft kommen erste Pflanzen auf (links). Später bilden Alpenrosengebüsche und Zwergsträucher eine geschlossene Pflanzendecke (unten).
Wo das Eis schon längere Zeit fort ist,  
haben sich Büsche und Bäume angesiedelt.  
Trees (103kB) Alpenrosen (136kB)
   

 
 
31.07.2010 DFB AG  /  www.furka-bergstrecke.ch/ger/region/glacier/naturpfad/punkt1.php