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DFB Dampfbahn Furka-Bergstrecke AG
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Rundgang Naturpfad Gletsch - Station 2
Das Eis schmilzt zurück, neue Lebensräume entstehen
Moränen: vom Gletscher abgelagert,
von Pflanzen langsam besiedelt
Nichts widersteht der Kraft des wilden Wassers
Vegetationsmosaik: kleinräumige Anpassung an den Lebensraum
Feuchtgebiete: von der Wasserfläche zum wertvollen Flachmoor
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Den Gesteinswall direkt vor Ihnen hat der Rhonegletscher irgendwann in der Zeit zwischen 1640 und 1740 aufgeschüttet*. Wenn Ihr Blick über die Ebene schweift, können Sie weitere Wälle ausmachen, denn mit dem Gletschereis werden auch grosse Mengen an Gesteinsschutt mittransportiert. Dieses Material wird auf den Seiten als Seitenmoräne oder vor der Gletscherstirn als Endmoräne abgelagert. Gesteinsschutt, welcher auf der Oberfläche des Gletschers mitgeführt wird, bleibt nach dem Abschmelzen des Eises auf dem Boden liegen. Das typische Moränenmaterial besteht aus einem bunten Gemisch aus groben Blöcken, Steinen, Kies, Sand und feinstem Lehm. Dieser wurde zwischen dem Gletscher und dem felsigen Untergrund fein zermahlen.
In Gletschernähe sind die jungen Moränen noch kahl und instabil. Sobald sich jedoch die ersten schuttbesiedelnden Pionierpflanzen einfinden, mit ihren Wurzeln den groben Schutt bremsen und Feinerde sammeln, beruhigt sich die Situation. Im Verlauf der Zeit gesellen sich neue und anspruchsvollere Arten zu diesen Spezialisten. Die Vegetationsdecke verdichtet sich allmählich.
 
Hier hat die Vegetation rund 300 Jahre Zeit gehabt, sich zu entwickeln und die einzelnen Pflanzenarten auf dem ihnen am besten zusagenden Standort anzusiedeln: das Sumpfveilchen oder die Dotterblume in den feuchteren Mulden, die Alpenrose oder die Trichterlilie an den trockenen Hängen, die Besenheide oder die Alpenazalee auf der sehr trockenen, windausgesetzten und nährstoffarmen Kuppe. Die Berghauswurz schliesslich, die das Wasser in ihren fleischigen Blättern speichert, kommt mit lediglich einzelnen Erdkrümeln aus.
 
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Die Trichterlilie fühlt sich an trockenen Hängen wohl.
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Die Kriechende Bergnelkenwurz ist eine Pionierpflanze mit langen Ausläufern.
     
Jede Endmoräne ist Zeuge eines früheren Gletscherstandes.
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Der Gletscherhahnenfuss staut und festigt mit seinen kräftigen Trieben den Schutt.
     

 
 
31.07.2010 DFB AG  /  www.furka-bergstrecke.ch/ger/region/glacier/naturpfad/punkt2.php