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DFB Dampfbahn Furka-Bergstrecke AG
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Rundgang Naturpfad Gletsch - Station 3
Das Eis schmilzt zurück, neue Lebensräume entstehen
Moränen: vom Gletscher abgelagert, von Pflanzen langsam besiedelt
Nichts widersteht der Kraft des wilden Wassers
Vegetationsmosaik: kleinräumige Anpassung an den Lebensraum
Feuchtgebiete: von der Wasserfläche zum wertvollen Flachmoor
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Sie stehen nun direkt neben der Rhone, im Oberwallis "Rotten" genannt.
Das Schmelzwasser des Rhonegletschers bahnt sich seinen Weg in weit verzweigten Armen durch die Schotterfelder. Schnee- und Eisschmelze sowie starke Niederschläge lassen den Rotten zu einem Wildbach anschwellen, der an einem Ort alles mitreisst, was sich ihm in den Weg stellt, um es an einem anderen Ort wieder abzulagern. Immer wieder sucht sich der Bach einen anderen Weg durch den Talboden mindestens solange nicht Schutzdämme diese ungestüme Kraft einschränken.
 
Anders als für uns Menschen stellt diese gestalterische Urkraft des Wassers für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten keine Bedrohung, sondern eine Chance dar. Diese haben ihre Lebensweise an den sich dauernd verändernden Standort angepasst und können nur hier überleben. Ganz nahe an das Wasser wagt sich der Schildblättrige Ampfer. Nur wenig weiter weg und bei Hochwasser bedroht wächst beispielsweise das Fleischers Weidenröschen. Einen noch grösseren Abstand wählt die Grünerle, ihr Standort wird nur bei einem Spitzenhochwasser überschwemmt. Aus der nicht minder vielfältigen Tierwelt entdecken Sie mit etwas Glück die nach Insekten tauchende Wasseramsel oder die Bergstelze, welche am Ufer nach Nahrung sucht. Den Winter verbringen diese Vögel an den Flüssen des Mittellandes.
       
full size (71kB) Der Wasseramsel gelingt es, auf den Grund des Rotten zu tauchen, um dort spazierend nach Insektenlarven zu suchen.

Das Wasser eines solchen Hochgebirgsbaches ist durch Mineralien und Schwebstoffe angereichert und heisst wegen seiner weiss getrübten Farbe Gletschermilch. Lassen Sie das kalte Wasser und die vom Bach gerundeten Kiesel durch Ihre Hände gleiten.
full size (127kB) Das Fleischers Weidenröschen wagt sich recht nahe ans Wasser.
     
full size (95kB) In der Ebene kann sich der junge Rotten austoben, sein Bett immer wieder verlegen und neue Kiesbänke aufschütten.
   

 
 
07.02.2012 DFB AG  /  www.furka-bergstrecke.ch/ger/region/glacier/naturpfad/punkt3.php